Die BBall-Camps 2018 sind Geschichte. Schön war´s wieder einmal und siehe Bilder… es gab auch wieder einen schönen Abschluss. Bilder vom Lagerfeuer am Strand haben wir keine, aber diese schöne Erinnerung bleibt uns im Kopf und Herzen erhalten. Zum Abschluss des Camp erreichte uns Verantwortliche ein wirklich rührender Brief von den drei langjährigen Campern Melli, Emma und Robin.

Seit mehr als 15 Jahren gibt es das Projekt „BBall-Camp“, seit 13 Jahren fahren wir zu unserem Sommer-BBall-Camp nach Graal-Müritz. Viele Camper nehmen oftmals zwei- oder dreimal an dem Camp teil. Wir als Verantwortliche freuen uns jedes Jahr, die Kids auf´s Neue zu sehen und sie auf ihren Weg des Erwachsenwerdens zu begleiten. Es freut uns außerordentlich, dass unsere ehrenamtliche Arbeit so geschätzt wird. Ein dickes Danke daher an alle Coaches, Betreuer und die Leute im Umfeld des Camps, dass ihr diese zwei Wochen ermöglicht. Nachfolgend der Brief von Melli, Emma und Robin ….

„Wir nehmen Abschied. Laut Wikipedia ist ein Abschied bzw. eine Verabschiedung „eine Handlung, mit der man sich von jemandem oder etwas trennt“. So gesehen ist das richtig. Wir nehmen wieder einmal Abschied von dem Haus, den Coaches und den mega leckeren Burgern die es immer am Freitag gibt, aber dieses mal mit entscheidendem Unterschied.

Vieles hat sich in den letzten Jahren verändert, sowohl insgesamt betrachtet als auch einzeln gesehen. Das erste Mal als wir an dem alten Haus mit knarrendem Boden und einer anstrichsverdächtigen Fassade ankamen war vor 6 Jahren. Mit 10 und 11 Jahren, einem Kuscheltier unter dem Arm und vielen Erwartungen starteten wir in unser erstes BBallcamp. Ein gutes Verhältnis zu den Coaches wurde direkt aufgebaut und der sehnliche Wunsch nächstes Jahr wieder mitfahren zu dürfen, wuchs von Tag zu Tag. Hatte irgendwie Charakter das alte Haus…

Auch direkt im 1. Jahr wurde der jüngste von uns, Robin, Camp-MVP und bewies damit, dass er auch mit seinem jungen Alter schon ganz zu den großen gehörte. Der erste Schritt war getätigt und war der Anfang von etwas mit dem wohl keiner von uns vor 6 Jahren gerechnet hätte.

In dem Jahr darauf – viele neue Gesichter, aber auch alt bekannte. Alle noch sehr zurückhaltend und schüchtern am Anfang. Doch wie das so ist, wenn man 24/7 miteinander zu tun hat – irgendwann muss man sich miteinander unterhalten. Und spätestens, wenn die Coaches die Teams für das 5vs5, den Spieleabend oder die Beachgames einteilten, konnte man sich sicher sein, dass man mal mit jedem etwas zu tun hatte. Einige Camper blieben genauso wie wir zwei Wochen. Und was schweißt mehr zusammen als am Wochenende das Haus aufzuräumen und mit Tobi in der kleinen Runde Croissants zu frühstücken? Die ersten Freundschaften wurden so bereits unbewusst geschlossen.

Der Austausch der Nummern besiegelte dies. Zugegeben – viel Kontakt hatte man das Jahr über nicht, aber trotzdem freute man sich bei dem Gedanken daran die neuen Freunde im nächsten Jahr wiederzusehen.
Und so geschah es auch. 2015 eine sehr kleine Truppe – dafür aber fein. Wir würden dieses Jahr als sehr Familiär beschreiben. Fast alles wurde gemeinsam absolviert und jeder hat sich mit jedem verstanden. Auch die Coaches waren stets gut gelaunt und immer für einen kleinen Spaß zu haben. Chilliges Jahr, oder vielleicht nur die Ruhe vor dem Sturm?

Eine Mischung aus beidem. Im darauffolgenden Jahr veränderte sich etwas. Nicht nur im Camp, sondern auch außerhalb. Ein äußert bemerkenswerter Unterschied. 2016 wurde wieder mit einer großen Gruppe in das 2-wöchige Camp gestartet. Trainiert wurde zwar in großer, mittlerer und kleiner Gruppe – doch im Haus waren wir alle eine Truppe. Das bekamen auch die Coaches zu spüren, egal ob beim 5vs5 gegen sie, bei den Wasserschlachten oder bei dem Protest gegen die Nachtruhe. Pubertierende Gemeinschaft nennt man sowas wohl 😉

Aber spätestens nach der Athletikeinheit und dem 8 6 4 2 war auch unsere rebellische Phase beendet. Doch gerade diese Erlebnisse brachten uns Camper näher zusammen. Auch deutlich trauriger als in den Jahren davor dann der Abschied. Inzwischen waren wir wirklich alle Freunde geworden.
Das erklärt dann auch warum auf WhatsApp 20 neue Gruppen eröffnet wurden und der Kontakt das ganze Jahr über gehalten wurde. Man traf sich sogar am Wochenende und besuchte sich gegenseitig bei Basketballspielen.

Der Start ins Camp 2017 war dementsprechend umso besser als je zuvor. Bereits nach wenigen Stunden fühlte es sich an als wäre man schon eine Ewigkeit zusammen in Graal-Müritz. Sind wir ja eigentlich auch – bis zu diesem Zeitpunkt haben wir bereits 5 Wochen miteinander verbracht. 4 weitere sollten folgen.
Doch auch ein kleiner Schock überrollte uns 2017 – Jonathan feierte seinen 18. Geburstag und erlangte somit die Volljährigkeit. Wo ist die Zeit nur geblieben?

Diese Frage stellten wir uns auch am Ende der 2 Wochen. Die Zeit verging wie im Flug und eh man sich versehen hat, war das BBallcamp 2017 auch schon vorbei. Von nun an plagten uns MSA-Prüfungen, die Vorabiturphase oder sogar der Druck das Abitur zu absolvieren.

2018 dann endlich die Erleichterung als es in die Sommerferien ging. Und welcher Start kann besser sein als 2 Wochen Basketball, Sonne und Meer?! Auch dieses Jahr war sehr Actionreich und unterhaltsam. Actabend, Spieleabend, Beachgames, Graal-Müritz-Rallye und natürlich der tägliche Strandlauf und das Training.

Jedes Jahr für sich war unvergesslich und hatte seine schönen Momente. Auch jedes Jahr war unterschiedlich, obwohl das Prinzip doch das selbe war. Auch wir haben durch das Camp viel dazugelernt, sowohl im basketballerischen Sinne, beim Küchendienst der vielen Jungs im späteren Leben eine Wichtige Erinnerung bleiben dürfte und auch im Punkt der Verantwortung. Es wurden uns Werte wie Zusammenhalt, Hilfsbereitschaft und Toleranz mitgegeben. In diesem Sinne einen riesen Dank an die Coaches, Betreuer und Jens die uns diese wundervollen Jahre ermöglicht haben.

Doch kann man hier noch von Abschied sprechen? Die Freunde die wir gefunden haben sind auch außerhalb vom Camp unsere Freunde geblieben. Auch die Erinnerungen sind stets erhalten.

Doch trotzdem haben wir eine Träne im Auge, wenn man bedenkt, dass das Camp nun für uns vorerst zu Ende ist. Viele haben die Volljährigkeit bereits erreicht und einige starten nun in die Ausbildung. Das Leben hat nun andere Wege für uns vorgesehen, doch die Erfahrungen die wir sammeln durften und was wir im BBallcamp gelernt haben wird uns immer begleiten.

Danke für die schöne Zeit! Robin, Emma und Melli im vertretenden Sinne für alle Camper“